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Rukmini V. Puttaswamy mit dem FEMNET Team am 23. Juni 2022 im Alten Rathaus in Bonn. © FEMNET
Mehr Transparenz und Unterstützung der Gewerkschaftsarbeit – Besuch der indischen Gewerkschafterin Rukmini V. Puttaswamy bei FEMNET
Vom 23.-27. Juni war unsere langjährige indische Partnerin, Gewerkschaftspräsidentin Rukmini V. Puttaswamy, zu Besuch bei FEMNET. Wir sind dankbar für den wertvollen Austausch mit der engagierten Aktivistin. Ihre Botschaft war klar: Wir brauchen mehr Transparenz entlang der gesamten Lieferkette und mehr Mitspracherecht für Gewerkschaften.
Bis heute werden indischen Arbeiter*innen in der Textilindustrie keine existenzsichernden Löhne gezahlt. Gleichzeitig sind insbesondere Frauen der Gefahr ausgesetzt, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. Unverzichtbar ist deshalb die Arbeit der Gewerkschaften, um Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen entschieden entgegenzuwirken. Viel zu selten aber werden die Arbeitnehmervertretungen in Verhandlungen zwischen Unternehmen und Zulieferern mit eingebunden. Das Recht auf Organisations- und Versammlungsfreiheit wird ihnen durch viele Fabriken verwehrt und sie müssen sich außerhalb ihrer Arbeitsstätten organisieren. Rukmini fordert deshalb mehr Transparenz entlang der gesamten Lieferkette und mehr Mitspracherecht für Gewerkschaften.
Lesen Sie hier einen Artikel von Fashion United zur Arbeit von Rukmini V. Puttaswamy.
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