Black Friday: Solidarität statt Schnäppchenjagd
Liebe Freund*innen von FEMNET,
heute, am internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen, müssen wir feststellen: die Situation zahlreicher Frauen weltweit hat sich in den letzten beiden Jahren wieder stark verschlechtert!
Auch die Frauen in der Bekleidungsindustrie spüren erneut heftige Repressionen. Unternehmen und Regierungen nutzten die Krise, um hart erkämpfte Arbeitsrechte abzuschwächen:
- In Indien ist es zum Teil wieder gesetzlich erlaubt, bis zu 72 Stunden in der Woche zu arbeiten – ohne dass die Löhne angeglichen oder Überstunden bezahlt werden müssen.
- Die Arbeit der Gewerkschaften wird zusehends erschwert: Streiks müssen angekündigt werden und mindestens 51% der Arbeiter*innen müssen Mitglied sein, damit die Vereinigung anerkannt wird.
- Während sich die wirtschaftliche Situation in Europa entspannt, wächst der Druck auf die Frauen in den Produktionsbetrieben. In den patriarchalischen Strukturen der Branche häufen sich erneut die Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt.
Heute, am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, starten wir daher unsere große Solidaritätskampagne #eintshirtzumleben. Wir rufen die Öffentlichkeit dazu auf, sich mit einer Social Media Mitmachaktion über die eigene Kleidung mit der unbekannten Näherin zu solidarisieren.
Dabei wird das T-Shirt als Sinnbild des Fast-Fashion-Systems genutzt, um die enge Verbindung zwischen der Näherin und der Träger*in hierzulande zu zeigen. Für die eine Seite ist es notwendige Lebensgrundlage – für die andere Seite alltäglicher Lebensbegleiter.
Der Kampagnenstart könnte zeitlich nicht besser liegen, denn morgen ist wieder der Black Friday, der von vielen Unternehmen bereits zum Black Weekend oder einer ganzen Black Week ausgeweitet wurde und Konsument*innen mit großzügigen Rabatten zum Kaufen animiert. Wir empfehlen deshalb:
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