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Liebe Freund*innen von FEMNET,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir, wie vermutlich auch Sie, blicken zurück. Aber anstatt mit der Bilanz eines weiteren schwierigen Jahres im Auf und Ab der Corona-Pandemie zu beginnen, schauen wir zunächst nach vorne, denn: die derzeitigen politischen Entwicklungen in Deutschland stimmen uns positiv.
Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung heißt es: „Gemeinsam mit Gewerkschaften, Unternehmen und Zivilgesellschaft setzen wir uns für faire und formelle Arbeitsbedingungen sowie existenzsichernde Löhne weltweit ein“. Die neue Regierung will ein „wirksames EU-Lieferkettengesetz“ unterstützen und das kürzlich verabschiedete deutsche Lieferkettengesetz soll „unverändert umgesetzt und gegebenenfalls verbessert“ werden. Die Ampelkoalition hat somit Ziele festgelegt, für die sich auch FEMNET im nächsten Jahr einsetzen möchte. Das Engagement für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Zivilgesellschaft im Inland soll zudem gestärkt werden. Bildung ist uns ein wichtiges Anliegen und wir hoffen, ab Januar wieder in Präsenz unsere Arbeit in und mit Schulen und Studierenden an Hochschulen aufnehmen zu können.
In der Rückschau können wir einige Erfolge feiern. Im Juni wurde das Lieferkettengesetz beschlossen, für das sich FEMNET seit Jahren stark gemacht hat. Im gleichen Monat wurde unserer Vorstandsvorsitzenden Dr. Gisela Burckhardt das Bundesverdienstkreuz für ihr unermüdliches Engagement für die Textilarbeiter*innen im globalen Süden verliehen. Die FEMNET-Studierendenkonferenz im November gab den Entscheider*innen von morgen einen umfassenden Einblick in die komplexen Herausforderungen der Modeindustrie. Zudem startete unsere Solidaritätskampagne #eintshirtzumleben.
Während Europa 2021 zumindest einige entspanntere Sommermonate erleben konnte, spitzte sich die Lage in den Produktionsländern zu. Im Mai erschütterten uns die Bilder aus Indien, wo Menschen in Autos vor den Krankenhäusern behandelt wurden und vergeblich auf Sauerstoff warteten. Trotz rasanter Ausbreitung der Delta-Variante und nationalen Lockdowns, wurde die Textilproduktion in Bangladesch aufrechterhalten. Die Textilarbeiter*innen in Myanmar leiden seit dem Militärputsch im Februar nicht nur unter der Corona-Krise, sondern auch unter den Repressalien des Militärs.
Das gesamte FEMNET-Team sagt Ihnen daher an dieser Stelle von Herzen DANKE für die wertvolle Unterstützung unserer Arbeit für die Textilarbeiter*innen im globalen Süden. Es ist ein gutes Gefühl, Sie an unserer Seite zu wissen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2022.
Eine anregende Lektüre wünscht das FEMNET-Team
PS: Sie möchten an Weihnachten einem besonderen Menschen eine Freude machen? Dann verschenken Sie etwas Besonderes!

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