Zwischen Anspruch und Realität: Private Kontrollsysteme in Bangladeschs Textilindustrie
Welche Wirkung haben soziale und ökologische Zertifizierungen und Standards tatsächlich auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Textilarbeiter*innen? Dieser Frage geht eine neue Studie des Bangladesh Institute for Labour
Kleiderei Radio: Neue Podcastfolge zu Arbeitsrechten in Bangladesch mit Camelia Hasan und Carmen Maiwald
Am 24. April jährt sich der Einsturz von Rana Plaza – ein Gebäude in Bangladesch, das 2013 einstürzte und über 1.100 Textilarbeitenden das Leben kostete. Seitdem ist es ein Datum, das die globale Modeindustrie bis heute prägt.
FEMNET trägt das Just Fashion Manifest mit! Für ein gerechtes Modesystem!
Zusammen mit 200+ Verbündeten tragen wir das Just Fashion Manifest mit. Wir teilen die Vision eines gerechten Modesystems, das Menschen über Profite stellt.
Mode kann niemals nachhaltig sein, wenn die Menschen, die unsere...
Die App, die wir mit unserer Partnerorganisation BLAST erstellen, unterstützt bei Arbeitsrechtsverletzungen und hilft Ansprüche durchzusetzen.
Mehr Infos zum...
Es sind erschreckende Zahlen: Weltweit wird jede dritte Frau laut Unifem in ihrem Leben einmal vergewaltigt, geschlagen oder auf andere Weise misshandelt. Und auch an ihrem Arbeitsplatz erfahren viele Frauen Gewalt, so auch in der weltweiten Bekleidungsindustrie. Hinter der schönen Fashion-Fassade werden Frauen ausgebeutet, diskriminiert oder sexuell bedrängt. Besonders prekär ist die Lage in den Fabriken von Billiglohnländern wie Bangladesch oder Indien, wo Frauen schon mit dem Schlimmsten rechnen müssen, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren.
Allein in den Spinnereien Südindiens, wo das Garn für unsere Kleidung herkommt, herrschen noch mittelalterliche Zwangssysteme: Dort werden junge Frauen im Alter von 14 bis 18 Jahren in hochmodernen Spinnereien wie Sklavinnen gehalten. Sie arbeiten oft rund um die Uhr bis an die Grenze der Erschöpfung, werden von ihren Aufsehern gedemütigt und missbraucht. Für einige von ihnen ist Selbstmord der einzige Ausweg. Das Perfide an dem System: Westliche Firmen profitieren von dieser Ausbeutung. Und auch wir Konsument*innen hier in Deutschland müssen uns fragen: Wieviel Gewalt steckt in unserer Einkaufstasche?
Die WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit – dagegen müssen wir aktiv werden nicht nur hier, sondern weltweit, fordert die Frauenrechtsorganisation FEMNET. "Wir nehmen keine Gewalt an Frauen in Kauf", sagt FEMNET-Vorsitzende Gisela Burckhardt.
Kontakt: Pamo Roth Pressereferentin Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Tel. 0228/90917309 Mobil. 0151/50871411