Geschlechtsspezifische Gewalt gehört zu den am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt. Sie richtet sich vor allem gegen Frauen und sexuelle Minderheiten. Die Täter sind meist Männer. In geschlechtsspezifischer Gewalt kommen ungleiche Machtbeziehungen zwischen Frauen und Männern zum Ausdruck.
Beim Nähen der Kleidung sind je nach Land 60 bis 90 Prozent der Arbeiter*innen Frauen. Männer arbeiten vor allem in Aufsichts- und Führungspositionen, sie geben Anweisungen, üben Druck aus und viele schrecken nicht vor gewalttätigem Verhalten zurück. Deshalb müssen Unternehmen, die in diesen Ländern produzieren lassen, besonders darauf achten, dass ihre Lieferanten keine Gewalt am Arbeitsplatz dulden und vorbeugende Maßnahmen treffen.

