Recherchetool für Materialien

Recherchetool für Materialien

Die Materialdatenbank beinhaltet Medien zu unseren Themenschwerpunkten Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Umweltauswirkungen von Bekleidung.  Zu den Medienarten zählen z.B. Studien, Leitfäden und Berichte aber auch Filme und Podcasts oder Webtools.

Keine existenzsichernden Löhne, Überstunden und geschlechtsspezifische Diskriminierung. Der Bericht „Licht ins Dunkel: Ein Blick auf die Ausbeutung in der Modebranche“ der Kampagne für Saubere Kleidung verdeutlicht die Notwendigkeit für ein Lieferkettengesetz.

Der Bericht zeigt mittels neuester Daten aus dem Online-Tool FashionChecker auf, wie wenig deutsche Modeunternehmen ihren Arbeiter*innen wirklich zahlen: Die Unternehmensbefragung zeigt, dass nicht ein einziges Unternehmen allen Arbeiter*innen in seiner Lieferkette einen existenzsichernden Lohn zahlt. Die Coronapandemie hat die Situation für Arbeiter*innen durch Lohnausfälle und Arbeitsplatzverlust noch verschärft, da unzählige Markenunternehmen Bestellungen storniert und Rabatte von Zulieferern gefordert haben.
Die Kampagne für Saubere Kleidung bringt in dem Bericht Ergebnisse aus Unternehmensbefragungen und Feldforschung in Produktionsländern aus den Jahren 2019 und 2020 zusammen: 108 Marken- und Einzelhandelsunternehmen aus 14 Ländern erhielten Fragebögen, 490 Arbeiter*innen aus China, Indien, Indonesien, der Ukraine und Kroatien gaben Interviews und zeigten ihre Gehaltsabrechnungen.

Herausgeber*in/Autor*in: Clean Clothes Campaign; Autor*in: Dominique Muller, Labour Behind the Label
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2020

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Das Quiz ist eine gute Gelegenheit sich spielerisch mit der Thematik Mode & Menschenrechte zu beschäftigen und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen. Es geht um die Schattenseite der Modeindustrie, Arbeitsbedingungen der Textil- und Schuharbeiter*innen und den Kampf für Arbeit in Würde. Auch wird der Frage nachgegangen, was es mit einem Lieferkettengesetz auf sich hat und warum dies so wichtig ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Herausgeber*in/Autor*in: Kampagne für Saubere Kleidung, Inkota-netzwerk e.V.; Autor*in: Clean Clothes Campaign Berliner Aktionsgruppe
Medienart: Webseiten/Spiele/Multimedia/Apps
Erscheinungsjahr: 2021

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In this report from April 2021, the Accord witness signatories enumerate uncorrected safety hazards at factories producing for 12 leading brands covered by the Accord. The data show that every brand is sourcing from dozens of factories that have failed to install fire alarms, sprinkler systems, and/or adequate emergency exits. Therefore it is paramount that these brands sign a new legally binding agreement to safeguard the effectiveness of the Accord and ensure these hazards are remediated.

Herausgeber*in/Autor*in: Clean Clothes Campaign
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2021

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This research provides a snapshot of how workers in Nike, Primark, and H&M’s supply chains have been impacted during the pandemic in terms of their wages, working conditions, and labour rights.

The research links the struggles of workers in Cambodia, Bangladesh, and Indonesia directly to the wealthy brands who have profited from their labour. When reports provide a generalised overview of the industry, brands often deny that reported violations occur within their own supply chains, defending their business models with unsubstantiated claims. While this report takes a deeper dive into three brands’ supply chains, we recognise that many other garment brands have similar violations in their supply chains.

Herausgeber*in/Autor*in: Clean Clothes Campaign, Autor*in: Meg Lewis
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2021

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Neben der historischen Seidenstraße, die vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 13. Jahrhundert die wichtigste Handelsverbindung zwischen Europa und Asien war, treibt die Volksrepublik China seit einigen Jahren ein global angelegtes Infrastrukturprojekt unter dem Namen „Neue Seidenstraße“ oder „Belt and Road Initiative“ voran. Außen- und wirtschaftspolitisch will China durch vielfältigere und bessere Transportwege die globale Nachfrage nach chinesischen Produkten steigern, sich den Zugang zu Rohstoffen sichern und nicht zuletzt auch durch den Ausbau von Handelsverbindungen über Land das Risiko möglicher Blockaden von Seewegen (zum Beispiel durch die USA) minimieren. Für eine (noch) bessere Integration Chinas in globale Wertschöpfungsketten bildet die „Neue Seidenstraße“ also die infrastrukturelle Grundlage. Entlang der verschiedenen Routen werden Produktionszentren geschaffen, über die Rohstoffe, Vorprodukte und Endprodukte schneller und verlässlicher transportiert und mit den Zielmärkten verbunden werden können.

Die Studie zeigt, dass die chinesische Textilindustrie von der Neuen Seidenstraße“ profitiert, da Export und Import von Waren über bessere Handelswege erleichtert und chinesische Investitionen in die Textilindustrie der Partnerländer der Seidenstraße ermöglicht werden. Doch dies ist ein zweischneidiges Schwert. Wirtschaftliche Entwicklung, die sich die Regierung Kambodschas erhofft und in Xinjiang zu beobachten ist, trägt nur dann zu nachhaltiger Entwicklung bei, wenn Menschen- und Arbeitsrechte berücksichtigt, die lokalen Bevölkerungen beteiligt und auch gute Umweltstandards eingehalten werden.

Herausgeber*in/Autor*in: Südwind Institut; Autor*in: Dr. Sabine Ferenschild
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2021

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