Heute vor vier Jahren, am 25. November 2013, machte der Modekonzern H&M eine richtungsweisende Ankündigung. Bis 2018 sollen die rund 850.000 für das Unternehmen produzierenden Näher*innen einen existenzsichernden Lohn bekommen. In Bangladesch verdienen Näher*innen in Zulieferfabriken von H&M derzeit rund 87 US-Dollar pro Monat. Dieses Durchschnittseinkommen liegt knapp unter der von der Weltbank errechneten Armutsgrenze von 88 US-Dollar pro Monat.
Cividep Befragung von Frauen. Foto: CIVIDEPWir setzen uns seit 2015 gemeinsam mit Cividep, unserer Partnerorganisation vor Ort, erfolgreich dafür ein, dass sich die Situation von Müttern und Kindern in der Branche verbessert.
Cividep hat zu verschiedenen Zeitpunkten (2008, 2012, 2015 und 2017) Studien durchgeführt, um an konkrete Daten zur Betreuung von Kleinkindern und zur Arbeitssituation der Mütter zu kommen und zu überprüfen, ob ein Fortschritt zu beobachten ist. Auf dieser Grundlage leisten wir sowohl in Indien als auch in Deutschland Bildungs- und Kampagnenarbeit.
Für das Jahr 2017 mussten sich die Mitglieder im Textilbündnis erstmals in sogenannten Roadmaps Ziele für die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten setzen. Die Veröffentlichung dieser Roadmaps ist in diesem Jahr noch freiwillig, doch ab 2018 verpflichtend. Der erste Roadmap-Prozess war in diesem Jahr also noch im „Probelauf“ und somit eine Herausforderung. Entgegen der Erwartungen der Zivilgesellschaft haben nur wenige Mitgliedsunternehmen ihre Roadmap im Jahr 2017 veröffentlicht. Insgesamt waren dies 19 von 87 berichtspflichtigen Mitgliedsunternehmen, also rund 22 Prozent.
Umso mehr begrüßt es die Zivilgesellschaft im Textilbündnis, dass insgesamt 40 Mitglieder (darunter die Bundesregierung, zwei Gewerkschaften, 12 NGOs, 4 Standardorganisationen, 2 Verbände sowie 19 Unternehmen) ihre Roadmap bereits in diesem Jahr veröffentlicht haben.
Für das Jahr 2017 mussten sich die Mitglieder im Textilbündnis erstmals in sogenannten Roadmaps Ziele für die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten setzen. Die Veröffentlichung dieser Roadmaps ist in diesem Jahr noch freiwillig, doch ab 2018 verpflichtend. Der erste Roadmap-Prozess war in diesem Jahr also noch im „Probelauf“ und somit eine Herausforderung. Entgegen der Erwartungen der Zivilgesellschaft haben nur wenige Mitgliedsunternehmen ihre Roadmap im Jahr 2017 veröffentlicht. Insgesamt waren dies 19 von 87 berichtspflichtigen Mitgliedsunternehmen, also rund 22 Prozent.
Umso mehr begrüßt es die Zivilgesellschaft im Textilbündnis, dass insgesamt 40 Mitglieder (darunter die Bundesregierung, zwei Gewerkschaften, 12 NGOs, 4 Standardorganisationen, 2 Verbände sowie 19 Unternehmen) ihre Roadmap bereits in diesem Jahr veröffentlicht haben.
Der Ali Enterprise Fabrikbrand verdeutlichte, dass Zertifizierungssystemevöllig inadäquat sind, um Sicherheitsmängel zu identifizieren und zu beheben. Nur wenige Wochen vor dem Brand hatte die Fabrik ein SA8000-Zertifikat von der privaten Auditfirma RINA erhalten, bei dem auch Sicherheitsmängel überprüft werden.
Unternehmen, die sich auf öffentliche Ausschreibungen bewerben, müssen sich neuen Anforderungen stellen, wenn die Kommunen soziale und ökologische Ansprüche formulieren. Seit 2017 begleiten wir das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln dabei, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Ausschreibungen für Arbeits- und Sicherheitsschuhe zu integrieren. Damit die Stadt gute Angebote für Schuhe erhält und die Einhaltung von öko-sozialen Produktionsbedingungen als zentrales Wettbewerbskriterium verankert wird, gingen wir am 16. Mai 2017 mit Herstellern und Händlern ins Gespräch.
Als ein Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien hat FEMNET einen Maßnahmenkatalog (Roadmap) veröffentlicht. Für das Jahr 2017 haben sich Bündnismitglieder mehr als 1.500 Maßnahmen vorgenommen, die im Rahmen der vom Bündnis vorgegebenen Ziele zu konkreten Verbesserungen führen werden. Sie beziehen sich auf Themen wie existenzsichernde Löhne, die Bekämpfung von Kinderarbeit, die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien oder auch die nachhaltige Wassernutzung im Baumwollanbau.