“BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide Köln” der Öffentlichkeit im Rahmen der Fair Trade Night präsentiert
Unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker ging am 22. September 2016 der „BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide Köln“ an den Start! FEMNET e.V. und die AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, gaben gemeinsam den ersten Fair Fashion Guide für Köln heraus.
Nachhaltigkeit und bewusster Konsum - der Lifestyle mit ökologisch nachhaltig und sozial fair hergestellten Produkten ist in der Mode längst angekommen. Nicht nur die bekannten Kölner Labels ARMEDANGELS und LANIUS machen vor, wie es geht. BUY GOOD STUFF, der erste öko-faire Shopping Guide für Mode in Köln, beweist, nicht nur die Green Concept Stores, sondern auch zahlreiche Modegeschäfte, bieten in vielen Vierteln der Shoppingmetropole am Rhein attraktive Mode an, die gleichzeitig sozial fair und ökologisch nachhaltig produziert ist - für jeden Geschmack und Geldbeutel. Der grüne Lifestyle erobert die Modeläden und beweist: Mode ist nicht nur schön, sondern kann auch verantwortungsvoll sein!
Wege zur fairen Stadt: Was hat die Berufskleidung der Stadt Bonn mit Arbeits- und Menschenrechten zu tun?
Rund 50 Milliarden Euro geben Land, Städte, Gemeinden und Landschaftsverbände in NRW insgesamt pro Jahr für Waren, Bau- und Dienstleistungen aus. Doch welche Rolle spielt dabei die Achtung der Menschenrechte in den Produktionsländern? Am 16. September 2016 gibt die Veranstaltung „Gute Arbeit fairbindet – Was hat die Berufsbekleidung der Stadt Bonn mit Arbeits- und Menschenrechten zu tun?“, als Bonner Auftakt zur bundesweiten Fairen Woche, Einblick in die Beschaffungspraxis der Stadt und zeigt Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven auf dem Weg zur fairen Berufsbekleidung.
Primark in Bonn: Müll und Menschenrechtsverletzungen in der Stadt der Nachhaltigkeit und des Fairen Handels
Bonn. Am 30. Juni 2016 entscheidet der Bonner Stadtrat über den Umbau des Bahnhofsvorplatzes. Nun soll die irische Kette Primark, deren Verkaufskonzept auf Wegwerfmode und Preiskampf basiert, das Erste sein, was Besucherinnen und Besucher von der Stadt sehen. FEMNET fordert den Stadtrat auf, seine Entscheidung bezüglich der Nutzung der neuen Flächen zu überdenken und sich auf eine wirklich zukunftsweisende und faire Stadtplanung zu besinnen.
Im Fokus der Aktivitäten von FEMNET stehen Menschen- und Frauenrechte in der weltweiten Textilindustrie. Vor allem im globalen Süden, wo ein Großteil der westlichen Kleider genäht wird, sind die Beschäftigten überwiegend weiblich – und den dort herrschenden autoritären und repressiven Produktionsstrukturen oft hilflos ausgeliefert.
So freut sich auch der FEMNET-Vorstand auf die Zusammenarbeit mit dem Bonn Sustainability Portal: „FEMNET kämpft für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Neben unserer politischen Arbeit und der Auseinandersetzung mit Unternehmen möchten wir Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem maßvollen, achtsamen und verantwortungsbewussten Konsum anregen. Wir sind überzeugt, dass diese Themen bei jeder Bevölkerungsgruppe und in allen Lebens- und Wirkungsbereichen diskutiert werden müssen. Daher freuen wir uns auf die Partnerschaft mit Bonn Sustainability Portal und auf den Austausch mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern und sind gespannt, welche Synergieeffekte sich dabei ergeben.“
FEMNET besucht die Hauptversammlung von HUGO BOSS am 19.05.2016 mit zwei Inderinnen
Die Frauenrechtsorganisation FEMNET bat ihren Partner Cividep in Indien, Befragungen bei Zulieferfirmen von Hugo Boss in Bangalore durchzuführen. Ergebnis der Befragung von Arbeiterinnen bei zwei Zulieferern von Hugo Boss: Löhne, die nicht zum Leben ausreichen, Überstunden, sexuelle Belästigungen, keine Transparenz.
Von der Fabrik Arvind Mills Ltd, in der 2500 bis 3000 Menschen angestellt sind, bezieht HUGO BOSS seit mindestens einem Jahr Jeans- und Webwaren sowie konfektionierte Waren. Von der zweiten Fabrik Trio Apparels in Bangalore bezieht HUGO BOSS T-Shirts. Beide Fabriken werben auf ihren Webseiten mit Hugo Boss.
Erfolgreicher Start der bundesweiten Vortragsreise in Bonn – zwei Expertinnen aus Indien berichten über „Die moderne Form der Sklaverei in indischen Spinnereien“
Zunächst stellte Ferus-Comelo die Grundzüge des Systems vor: Anwerben von jungen Mädchen zwischen 14 bis 18 Jahren, unbezahlte Überstunden und Schichtarbeit, körperliche Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Bezahlung unter dem staatlich festgelegten Mindestlohn.
Ausweglos: Protest vor Bonner H&M-Filiale - Globaler Aktionstag für mehr Sicherheit in Kleiderfabriken
Bonn, 28.04.2016. Nähfabriken ohne Notausgänge, Feuermelder Fehlanzeige – auch drei Jahre nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik arbeiten die Näher*innen in Bangladesch gefährlich. H&M hatte nach der Katastrophe beteuert, für mehr Sicherheit zu sorgen. Doch bis heute weisen Zulieferfabriken eklatante Mängel auf.
Daher beteiligt sich FEMNET am 3. Mai 2016 am globalen Aktionstag gegen mangelnde Sicherheit in H&M-Zulieferfabriken. Um 17 Uhr protestieren wir vor der Bonner H&M-Filiale in der Wenzelgasse 1.
Webseite H&H Broken PromisesBonn. Arbeitsrechtsgruppen in Europa, Bangladesch und Nordamerika rufen Konsument*innen auf , sich an dem globalen Aktionstag am 03. Mai zu beteiligen. Die Proteste finden an dem Tag statt, an dem H&M zu seiner jährlichen Generalversammlung in Solna (Schweden) einlädt. Ziel der Proteste: H&M soll endlich seinem Versprechen nachkommen und die Sicherheitsstandards seiner Zuliefererfabriken in Bangladesch gewährleisten. Die Überprüfung der Korrekturpläne bei 32 strategischen Zulieferern H&Ms hat deutlich gemacht, dass es bei der Mehrheit dieser Fabriken immer noch an angemessenen Notausgängen mangelt – und das fast drei Jahre nach der Unterzeichnung des Gebäude- und Brandschutzabkommens Accord in Bangladesch durch H&M.
Die moderne Form der Sklaverei in der globalen Textilindustrie: Indische Expert*innen auf Vortragsreise durch Deutschland (9. bis 21. Mai 2016)
Bonn, 07.04.2016. Vom 9. bis 21. Mai 2016 veranstaltet der Bonner Verein FEMNET in Kooperation mit Partnerorganisationen eine deutschlandweite Vortragsreise zum Thema „Moderne Sklaverei in indischen Spinnereien“. Zwei Expertinnen aus Indien, die Wissenschaftlerin Dr. Anibel Ferus-Comelo, Autorin der Anfang April veröffentlichten Studie „Die Moderne Form der Sklaverei in indischen Spinnereien“, und Mary Viyakula, Mitarbeiterin der indischen NGO SAVE (Social Awareness & Voluntary Education), sprechen an Modehochschulen, vor Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik und in öffentlichen Abendveranstaltungen über das Camp-Labour-System (früher Sumangali). Beide Expertinnen aus Indien und die FEMNET-Vorstandsvorsitzende Dr. Gisela Burckhardt stehen für Interviews zur Verfügung.
Podiumsdiskussion am 1. März 2016, 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche „Kinderbetreuung ohne Kinder – Kitas in indischen Textilfabriken“
Bonn, 10.02.2016 – Der Bonner Frauenrechtsverein FEMNET e.V. lädt zusammen mit dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen und den Freundinnen und Freunden der Heinrich-Böll-Stiftung zu der Veranstaltung „Kinderbetreuung ohne Kinder – Kitas in indischen Textilfabriken" ein. Katja Dörner, stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET e.V., und Parvathi Madappa, Mitarbeiterin der indischen NGO CIVIDEP, sprechen über die mangelhafte Kinderbetreuung in indischen Textilfabriken und die Verantwortung der internationalen Modefirmen gegenüber den Arbeiter*innen in den Produktionsländern.
Hintergrund ist eine Studie von FEMNET und CIVIDEP, die zeigt, dass in Fabriken, die u.a. H&M und C&A beliefern, keine angemessene kindgerechte Betreuung anbieten und damit gegen das indische Recht verstoßen. Ungeschultes Personal und kahle Aufenthaltsräume ohne Beschäftigungs- und Spielmöglichkeit, führen dazu, dass viele Näherinnen kein Vertrauen in die existierenden Krippen haben und die Kinder lieber anderweitig, notfalls allein zuhause, unterbringen. FEMNET informierte die einkaufenden Unternehmen, darunter H&M, über die Ergebnisse der Studie. Der schwedische Modekonzern zeigte bisher weder Gesprächs- noch Handlungsbereitschaft. DER SPIEGEL berichtete in der Ausgabe vom 30.01.2016.
Für die Studie, die im Rahmen des Projektes „Qualifizierte, kindgerechte Betreuung für die Kinder von Textilarbeiterinnen in Bangalore, Südindien" entstanden ist, wurden sechzig Frauen aus vier Textilfabriken befragt. Fast die Hälfte der Frauen sah sich aufgrund der mangelhaften Betreuung gezwungen, nach der Geburt eines Kindes zu kündigen – und verlor Ansprüche auf Bonuszahlungen und Versicherungsleistungen. Ziel des Projektes von FEMNET und CIVIDEP ist es, sichere Kitas mit gut ausgebildetem Personal zu etablieren. Einkaufende Unternehmen sollen ihre Produzenten in die Pflicht nehmen, gute Betreuungsangebote für Kleinkinder zu schaffen. Bangalores Textilindustrie umfasst nahezu 1.200 Produktionsstätten. In ca. 96% dieser Fabriken gibt es keine funktionsgerechten Krippen.
FEMNET e.V. ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für eine menschenwürdige Produktion in der globalen Textilindustrie engagiert. Der Verein ist Mitglied der Clean Clothes Campaign.
Infos für Redaktionen:
Interviews: Vor der Veranstaltung steht Parvathi Madappa für Interviews zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an:
Kristina Klecko 0228/18038116 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.