Stellungnahme der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien zur Mitgliederversammlung 2016
Der Steuerungskreis hat Ende Oktober nach langen, nicht immer leichten Verhandlungen den Startschuss für die nächste Phase des Textilbündnisses gegeben. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis begrüßt diese Einigung und sieht dies als wichtigen ersten Schritt hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette. Alle Mitglieder müssen nun bis Ende Januar 2017 eigene Umsetzungsziele, sogenannte Roadmaps, erstellen. Die Roadmaps werden die Bereiche benennen, in denen die Mitglieder ihre Lieferanten schrittweise auf bessere Arbeitsbedingungen verpflichten. Die Roadmaps sind also zentrale Leitfäden, an denen abgelesen werden kann, was und wie viel die Mitglieder, insbesondere Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand bei der Beschaffung von Textilien, im Textilbündnis in der kommenden Zeit zu leisten bereit sind.
Stellungnahme der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien zur Mitgliederversammlung 2016
Der Steuerungskreis hat Ende Oktober nach langen, nicht immer leichten Verhandlungen den Startschuss für die nächste Phase des Textilbündnisses gegeben. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis begrüßt diese Einigung und sieht dies als wichtigen ersten Schritt hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette. Alle Mitglieder müssen nun bis Ende Januar 2017 eigene Umsetzungsziele, sogenannte Roadmaps, erstellen. Die Roadmaps werden die Bereiche benennen, in denen die Mitglieder ihre Lieferanten schrittweise auf bessere Arbeitsbedingungen verpflichten. Die Roadmaps sind also zentrale Leitfäden, an denen abgelesen werden kann, was und wie viel die Mitglieder, insbesondere Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand bei der Beschaffung von Textilien, im Textilbündnis in der kommenden Zeit zu leisten bereit sind.
How to fair fashion: So lautet der Titel des Workshops für Modeblogger*innen, der am 13. November im Kölner Eco-Concept-Stores Fairfitters stattfindet. Special Guest ist Marie Nasemann, bekannt aus der Casting-Show Germany´s Next Topmodel, mittlerweile als Model und Schauspielerin erfolgreich.
Was haben Models und Modeblogger*innen gemeinsam? Sie leben davon, Mode zu präsentieren, darüber zu sprechen und diese zu verkaufen. Doch spätestens seit dem Unglück von Rana Plaza mit über 1.100 Toten und dem Dokumentarfilm „The True Cost“ hat Mode ihre Leichtigkeit verloren. Mode und gutes Gewissen – ein Widerspruch? Nicht unbedingt.
Die 27-Jährige Marie Nasemann kleidet sich privat fair und nimmt bevorzugt Aufträge fairer Modemarken an. Auch viele Modeblogger*innen wenden sich von Fast Fashion ab und konsumieren bewusster. Doch was ist echtes Anliegen und was bloß Schönfärberei?
Mitarbeiterinnen von FEMNET zeigen, woran man Augenwischerei erkennt und welche Modeunternehmen sich ernsthaft engagieren. Bekannte Modebloggerinnnen wie Jen und Anne von Modeaffaire, Hindi Kiflai von Dailyrewind und Ann-Cathrin von Fashionfika berichten von ihren Erfahrungen mit sauberer Kleidung. Nicht zuletzt stellen sich unter dem Motto „Wege in die Slow Fashion“ die Kölner Unternehmen Fairfitters, Shipsheip und Kleiderrebell vor.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von FEMNET und SÜDWIND e.V., gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
FEMNET e.V. ist eine Frauenrechtsorganisation mit Sitz in Bonn, die sich für eine menschenwürdige Produktion in der globalen Bekleidungsindustrie engagiert. Der Verein ist Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign). Mehr Infos unter www.femnet-ev.de
PROGRAMM – How to fair fashion? Workshop für Modeblogger*innen, 11-18.00 Uhr
11:30 Uhr Einblicke in faire Mode vor Ort: Drei Kölner Modeunternehmen
12:15 Uhr Was ist wirklich nachhaltig? Workshop mit Anne Neumann (FEMNET), Teil 1: Produktionsbedingungen von Fast Fashion und Greenwashing
14:00 Uhr Was ist wirklich nachhaltig? Workshop mit Anne Neumann (FEMNET), Teil 2: Wege zu nachhaltiger Mode: Umwelt- und Sozialstandards, Siegel und politische Initiativen
15:00 Uhr Best Practice des Fair-Fashion-Bloggens: Hindi Kiflai von Dailyrewind, Jen und Anne von Modeaffaire und Ann-Cathrin von Fashionfika im Gespräch
ab 16:30 Uhr Austausch im World-Café und Fair-Fashion-Shooting mit Marie Nasemann
Kontakt:
Kristina Klecko Tel. 0228-90917309 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
The National Garment Workers Federation (NGWF) hat am 14. Oktober 2016 eine Kampagne für höhere Löhne in der bangladeschischen Bekleidungsindustrie gestartet. Unter dem Titel „Living wage…fair price of garment products” fordert die Gewerkschaft eine faire Entlohnung der rund 4,2 Millionen Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie (davon sind etwa 3,2 Millionen Frauen). Eine Demonstration durch die Hauptstadt Dhaka unter Beteiligung verschiedener nationaler sowie lokaler Gewerkschaften und anderer zivilgesellschaftlichen Organisationen machte auf die Belange der Arbeiter*innen aufmerksam.
Düsseldorf. Während sich die Modemanagerinnen von morgen zunehmend für nachhaltiges Wirtschaften interessieren, kommt das Bündnis für nachhaltige Textilien nur schleppend voran. Das hat die Konferenz „Fair Fashion Works? Unternehmensverantwortung im Modestudium“ gestern und heute in Düsseldorf gezeigt – organisiert von der Frauenrechteorganisation FEMNET, selbst Mitglied im Textilbündnis. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das Bündnis aus Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft vor über zwei Jahren ins Leben gerufen, um die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern.
Bonn. Anlässlich der Übergabe von 4.068 Unterschriften der Petition „Kein Primark vorm Hauptbahnhof“ fordern die Initiator*innen Bonn im Wandel e.V. und FEMNET e.V. die Stadtverordneten auf, sich als Menschen und Politiker*innen für eine öko-faire Stadtentwicklung einzusetzen. Nachhaltige und faire Initiativen und Unternehmen müssen gefördert werden, statt den Konkurrenzdruck weiter zu erhöhen durch globale Ketten wie PRIMARK, die auf Kosten von Mensch und Natur wirtschaften. Diese Verantwortung für eine öko-faire Stadtentwicklung kann und darf nicht an Investor*innen und Konsument*innen delegiert werden.
Unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker ging am 22. September 2016 der „BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide Köln“ an den Start! FEMNET e.V. und die AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, gaben gemeinsam den ersten Fair Fashion Guide für Köln heraus.
Nachhaltigkeit und bewusster Konsum - der Lifestyle mit ökologisch nachhaltig und sozial fair hergestellten Produkten ist in der Mode längst angekommen. Nicht nur die bekannten Kölner Labels ARMEDANGELS und LANIUS machen vor, wie es geht. BUY GOOD STUFF, der erste öko-faire Shopping Guide für Mode in Köln, beweist, nicht nur die Green Concept Stores, sondern auch zahlreiche Modegeschäfte, bieten in vielen Vierteln der Shoppingmetropole am Rhein attraktive Mode an, die gleichzeitig sozial fair und ökologisch nachhaltig produziert ist - für jeden Geschmack und Geldbeutel. Der grüne Lifestyle erobert die Modeläden und beweist: Mode ist nicht nur schön, sondern kann auch verantwortungsvoll sein!
Unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker ging am 22. September 2016 der „BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide Köln“ an den Start! FEMNET e.V. und die AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, gaben gemeinsam den ersten Fair Fashion Guide für Köln heraus.
Nachhaltigkeit und bewusster Konsum - der Lifestyle mit ökologisch nachhaltig und sozial fair hergestellten Produkten ist in der Mode längst angekommen. Nicht nur die bekannten Kölner Labels ARMEDANGELS und LANIUS machen vor, wie es geht. BUY GOOD STUFF, der erste öko-faire Shopping Guide für Mode in Köln, beweist, nicht nur die Green Concept Stores, sondern auch zahlreiche Modegeschäfte, bieten in vielen Vierteln der Shoppingmetropole am Rhein attraktive Mode an, die gleichzeitig sozial fair und ökologisch nachhaltig produziert ist - für jeden Geschmack und Geldbeutel. Der grüne Lifestyle erobert die Modeläden und beweist: Mode ist nicht nur schön, sondern kann auch verantwortungsvoll sein!
Rund 50 Milliarden Euro geben Land, Städte, Gemeinden und Landschaftsverbände in NRW insgesamt pro Jahr für Waren, Bau- und Dienstleistungen aus. Doch welche Rolle spielt dabei die Achtung der Menschenrechte in den Produktionsländern? Am 16. September 2016 gibt die Veranstaltung „Gute Arbeit fairbindet – Was hat die Berufsbekleidung der Stadt Bonn mit Arbeits- und Menschenrechten zu tun?“, als Bonner Auftakt zur bundesweiten Fairen Woche, Einblick in die Beschaffungspraxis der Stadt und zeigt Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven auf dem Weg zur fairen Berufsbekleidung.
Nach vier Jahren des öffentlichen Protests und Monate andauernden Verhandlungen, gibt es nun eine Einigung zur Entschädigung der Opfer. Die Opfer und Angehörigen der getöteten Arbeiter*innen der Ali Enterprise Fabrik in Pakistan sollen 5 Millionen US Dollar als Entschädigung erhalten.
Die Einigung zur Entschädigung der Opfer ist das Ergebnis langer Verhandlungen zwischen IndustriALL, CCC, and KiK, die auf Anfrage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) geführt wurden.
Wenn sich an den verheerenden Produktionsbedingungen in der Modeindustrie grundsätzlich etwas ändern soll, benötigen wir gesetzliche, verbindliche Vorgaben. Diese sollen deutsche und europäische Unternehmen verpflichten, auf die Einhaltung von Sozialstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Kommen sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht nach, müssen Sanktionen folgen. Nur wenn Unternehmen für die Verletzung von Menschenrechten und Arbeitsstandards bei ihren Produzenten zahlen, sind Katastrophen wie Rana Plaza vermeidbar.
Diese Position vertritt FEMNET weiterhin. Zusätzliche freiwillige Maßnahmen von Unternehmen sieht die Frauenrechtsorganisation als Ergänzung zu gesetzlichen Regeln. Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet FEMNET daher aktiv im Bündnis für nachhaltige Textilien, kurz Textilbündnis, mit, das der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller initiiert hat. Ziel ist ein Aktionsplan für eine nachhaltige textile Lieferkette.