Recherchetool für Materialien
Recherchetool für Materialien
Die Materialdatenbank beinhaltet Medien zu unseren Themenschwerpunkten Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Umweltauswirkungen von Bekleidung. Zu den Medienarten zählen z.B. Studien, Leitfäden und Berichte aber auch Filme und Podcasts oder Webtools.
Wussten Sie, dass bei der Fertigung von Schuhen und Leder Unmengen an Chemikalien zum Einsatz kommen, die höchst gesundheitsgefährdend für die ArbeiterInnen und umliegende Gemeinden sind? Zudem haben Gerber_innen und Schuhfertiger_innen in Asien und Osteuropa kaum Möglichkeiten, sich für faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen einzusetzen. Diese und weitere Themen beleuchtet die fünfteilige Roll-Up-Ausstellung der Kampagne Change Your Shoes.
Herausgeber*in/Autor*in:
Kampagne für saubere Kleidung
Medienart:
Ausstellung
Erscheinungsjahr:
2017
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Positionspapier von NGO. Zur Stärkung der Verantwortung deutscher Unternehmen für Umwelt und Menschenrechte setzt die Bundesregierung seit vielen Jahren auf sogenannte Multistakeholderinitiativen (MSI) anstelle von gesetzlicher Regulierung. Der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte, den die Bundesregierung im Dezember 2016 verabschiedete, ebenso wie die Agenda 2030 setzen auf weitere Branchendialoge bzw. Multi-Akteurs-Partnerschaften zur Förderung menschenrechtlicher Sorgfalt und Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung. MSI sind jedoch für alle Beteiligten extrem zeit- und ressourcenintensiv und die Ergebnisse bleiben oft hinter den Vorgaben internationaler Standards zurück. So gilt es sehr genau abzuwägen, unter welchen Voraussetzungen Multistakeholderinitiativen sinnvoll sein können.
In einem neuen Positionspapier legen das CorA-Netzwerk, das Forum Menschenrechte, das Forum Umwelt und Entwicklung, VENRO sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband dar, welche Rahmenbedingungen und Kriterien an Verbindlichkeit, Transparenz und Überprüfung für MSI mindestens erfüllt sein müssen, damit sie einen sinnvollen Beitrag zur Stärkung der Unternehmensverantwortung leisten können.
Herausgeber*in/Autor*in:
CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung
Medienart:
Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr:
2017
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Die 16-seitiges Broschüre „Wie unfair ist das denn!? – Auszubildende für faire Arbeitskleidung“ vermittelt Hintergrundwissen über die schlechten Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie und zeigt Kaufalternativen auf. Sie gibt Impulse, wie Azubis aktiv werden können, z.B. indem sie die Geschäftsleitung ihres Betriebes auffordern, ökofaire Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen.
Insgesamt 495,37 Millionen Euro Umsatz machten die Hersteller*innen von Arbeits-und Berufsbekleidung hierzulande im Jahr 2013. Das Statistikportal statista geht in einer Prognose (Stand 2017) davon aus, dass der Umsatz in den nächsten Zwei Jahren auf 787 500 Millionen Euro ansteigen wird. Der Blick auf diese Zahlen zeigt: Die Branche ist stabil und wächst stetig an.
Herausgeber*in/Autor*in:
Kampagne für saubere Kleidung
Medienart:
Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr:
2017
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Positionspapier der Treaty Alliance Deutschland. Seit Juni 2014 arbeitet eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats an einem verbindlichen UN-Abkommen, mit dem die Staatengemeinschaft die Aktivitäten von Unternehmen mit Blick auf die Achtung der Menschenrechte regulieren soll. Das Abkommen (UN-Treaty) soll den Schutz betroffener Individuen und Gemeinschaften vor Menschenrechtsverstößen durch Unternehmen verbessern und ihnen Zugang zu Rechtsmitteln ermöglichen. Vom 23. bis 27. Oktober 2017 wird die Arbeitsgruppe zum Abkommen zum dritten Mal in Genf tagen. Die Verhandlungsleitung durch Ecuador wird bis dahin einen Vorschlag für Elemente des zukünftigen Abkommens vorlegen. In einem breiten Bündnis deutscher Nichtregierungsorganisationen, der Treaty Alliance Deutschland, hat das Global Policy Forum ein Positionspapier zum UN-Treaty-Prozess erstellt. Darin fordert es die Bundesregierung an einer konstruktiven Mitarbeit in dem Prozess auf und stellt Elemente vor, die ein zukünftiges Abkommen enthalten sollte.
Die unterzeichnenden Organisationen erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich bei den Verhandlungen aktiv für ein Abkommen einsetzt, das:
- Staaten verpflichtet, die bei ihnen ansässigen Unternehmen gesetzlich zur Achtung der Menschenrechte zu verpflichten, auch in ihren Auslandsgeschäften, Tochterunternehmen und Lieferketten;
- Betroffenen effektiven Rechtsschutz gewährt, auch im Herkunftsstaat eines Unternehmens;
- regelt, wie Staaten in grenzüberschreitenden Fällen zusammenarbeiten, um Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen;
- festlegt, dass die Pflichten aus dem UN-Menschenrechtsabkommen Vorrang vor den Verpflichtungen aus Handels- und Investitionsschutzabkommen haben;
- einen unabhängigen Expert/innenausschuss vorsieht, der Staatenberichte zum Umsetzungsstand des Abkommens entgegennimmt und individuelle Beschwerden gegen Staaten prüft;
- einen Prozess zur Schaffung eines internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte anstößt, vor dem Betroffene bei Menschenrechtsverstößen gegen transnationale Unternehmen klagen können.
Herausgeber*in/Autor*in:
CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung; Autor*in: Sarah Lincoln, Maren Leifker, Karolin Seitz
Medienart:
Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr:
2017
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Die vorliegende Studie führt in die Entstehung und Inhalte von zwei Kernarbeitsnormen, Nr. 87 und Nr. 98, ein und erläutert das Aufsichtssystem, mit dem die ILO die Einhaltung dieser Übereinkommen überprüft. Am Beispiel von China und Bangladesch stellt die Studie dar, wie heute, fast 70 Jahre nach der Annahme der Übereinkommen, die Verankerung von Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen im nationalen Recht aussieht und wie sie sich in der Realität gestaltet. „In beiden Ländern existieren eklatante Mängel in der Umsetzung der Übereinkommen“, so die Autorin der Studie, SÜDWIND-Mitarbeiterin Sabine Ferenschild. „In China haben Beschäftigte überhaupt kein Recht auf die Gründung oder die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ihrer Wahl. In Bangladesch ist dieses Recht zwar vorhanden, aber durch die nationale Gesetzgebung mit hohen Hürden belegt. Dadurch werden diese beiden Länder zu Hoch-Risikoländern für Beschäftigte.“ Vor dem Hintergrund, dass immer noch nicht alle Mitgliedsstaaten der ILO die Kernarbeitsnormen Nr. 87 und Nr. 98 ratifiziert haben, formuliert die Studie als eine abschließende Forderung, dass die ILO eine Offensive zu weiteren Ratifizierungen dieser wichtigen Übereinkommen anstrengen muss. Die Autorin betont aber auch, „dass im Rahmen der Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten zur Aufgabe von Unternehmen gehört, die Umsetzung der Rechte auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen in den Zulieferbetrieben zu einem Kriterium für die Auftragsvergabe zu machen.“
Herausgeber*in/Autor*in:
SÜDWIND e.V.; Autor*in: Dr. Ferenschild, Sabine
Medienart:
Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr:
2017
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