Recherchetool für Materialien

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Die Materialdatenbank beinhaltet Medien zu unseren Themenschwerpunkten Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Umweltauswirkungen von Bekleidung.  Zu den Medienarten zählen z.B. Studien, Leitfäden und Berichte aber auch Filme und Podcasts oder Webtools.

Diese Arbeit untersucht anhand der qualitativen Forschungsmethode Zaltman Metaphor Elicitation Technique (ZMET), was Konsumenten unter Nachhaltigkeit in der Modebranche verstehen, welche Eigenschaften über den Kauf von Modeprodukten entscheiden und welche Merkmale zu Treibern und Barrieren für den Konsumenten werden, wenn sie sich mit Kaufentscheidungen in der nachhaltigen Modebranche auseinandersetzen. Die Untersuchungsgruppe ist die Generation Y, da bisherige Untersuchungen zeigen, dass diese Gruppe ein hohes Interesse an Bekleidung hat. Projektive Verfahren, wie die ZMET Methode werden eingesetzt, um sozial erwünschte Antworten zu vermeiden und durch Assoziations- und Collagentechniken vom Konsumenten unbewusste Gedanken und Emotionen zu erfahren. ZMET stellt mit ihren 14 Schritten eine aufwendige qualitative Methode dar und wird in dieser Arbeit auf ihre Vor- und Nachteile und auf ihre Eignung für dieses Forschungsthema hin untersucht. Die Studie zeigt, dass zwar die Generation Y eine vielfältige und ausdifferenzierte Vorstellung von Nachhaltigkeit hat, aber Nachhaltigkeit gerade in der Modebranche aus Sicht der Konsumenten immer noch eine untergeordnete Rolle spielt. Kriterien wie Preis, Attraktivität des Modeartikels, Qualität und Passform sind den Konsumenten immer noch deutlich wichtiger. Diese bemängeln das Fehlen von politischen Rahmenbedingungen für kontrollierte Siegel, die durch Medien und Unternehmen kommuniziert und etabliert werden, um dann als mächtiger Konsument genug informiert zu sein. Die Generation Y wünscht sich eine Entlastung durch "ehrliche" Siegel. Deshalb wird Unternehmen empfohlen, sich auf die Weitergabe von Informationen über ihre Standards und Qualität und die Sicherung dieser zu fokussieren.

Herausgeber*in/Autor*in: Working Papers of the Institute of Management Berlin at the Berlin School of Economics and Law (HWR Berlin); Autor*in: Özlem Yildiz, Caterina Herrmann-Linß, Katja Friedrich, Carsten Baumgart
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2017

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Im Oktober 2014 wurde das Bündnis für nachhaltige Textilien von Vertretern der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Standardorganisationen und Gewerkschaften gegründet, um soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette zu erreichen. Zeichnen sich nach etwas über einem Jahr Gültigkeit erste Erfolge ab? Sabine Ferenschild, SÜDWIND e.V. Institut für Ökonomie und Ökumene, sieht ein Manko des Textilbündnisses darin, dass es auf Freiwilligkeit beruht. Positiv dagegen seien die Berücksichtigung aller textilen Verarbeitungsstufen sowie die Abdeckung einer breiten Palette inhaltlicher Standards im sozialen wie im ökologischen Bereich. Gegenwärtig könne man weder von einem Gelingen noch von einem Scheitern sprechen, da das Bündnis noch mit der Schaffung seiner eigenen Grundlagen beschäftigt sei. Stefan Körzell, DGB, unterstreicht, dass insbesondere die Unternehmen dafür Sorge tragen müssen, dass ihre weltweiten Produktionsstandorte oder die ihrer Zulieferer sicher sind. Dies dürfe nicht auf Freiwilligkeit beruhen, sondern erfordere strengere Haftungsregeln für Unternehmen, und zwar auf nationaler und internationaler Ebene. Nach Ansicht von Thomas Silberhorn, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist das Bündnis ein Beispiel dafür, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an sozialen und ökologischen Verbesserungen arbeiten können. Aber auch ein kritisches Bewusstsein der Verbraucher sei notwendig, damit die Nachfrage nach nachhaltig hergestellten Waren- und Dienstleistungen steige und dadurch Anreize für die Unternehmen gesetzt werden, nachhaltiger zu produzieren.

Herausgeber*in/Autor*in: Ifo Institute – Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich; Autor*in: Sabine Ferenschild, Stefan Körzell, Thomas Silberhorn
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2017

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This book examines in detail key aspects of sustainability in the textile industry, especially environmental, social and economic sustainability in the textiles and clothing sector. It highlights the various faces and facets of sustainability and their implications for textiles and the clothing sector.

Herausgeber*in/Autor*in: Subramanian Senthilkannan Muthu
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2017

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Seit jeher wird die Sammlung gebrauchter Textilien in vielen Ländern unserer Erde durchgeführt und hat sich inzwischen zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Faktor etabliert. In Europa werden Alttextilien bereits seit der Frühen Neuzeit systematisch erfasst und weiterverwertet. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Produktionsmethoden und das Konsumverhalten unserer Gesellschaft jedoch immens verändert: Kleidung wird weltweit in riesigen Mengen produziert, global vermarktet und rasant konsumiert. 

Herausgeber*in/Autor*in: Martin Böschen/ Peter Buchenau, Monika Geßner, Christian Geßner, Axel Kölle
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2016

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Ein Blick auf die vielschichtigen Probleme in der Textil- und Bekleidungsindustrie soll verdeutlichen, wie lohnend die Nutzung von Zertifizierungssystemen auch in der Textilbranche sein kann. Eine Bandbreite von Initiativen, Bündnissen, Kampagnen, Standards und Bio-Siegeln – insbesondere der GOTS-Global Organic Textile Standard – werden hier exemplarisch vorgestellt. So manche Aktivitäten und Pseudo-Engagements enden im „Greenwashing“. Was das bedeutet und wo dies hinführt, ist in diesem Beitrag beschrieben. Schlussendlich werden die verschiedenen Konzepte reflektiert sowie Lösungen und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

Herausgeber*in/Autor*in: Katharina Schaus/ Rainer Friedel, Edmund A. Spindler
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2016

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