Heute wurde im EU-Parlament erneut über die Positionierung zum Omnibus-I-Paket abgestimmt – nachdem vor zwei Wochen keine Einigung über den Vorschlag des Rechtsausschusses zustande kam. Die heutige Mehrheit wurde durch die Stimmen der rechten und rechtsextremen Fraktionen erreicht.
Bangladesch ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte der globalen Modeindustrie – und zugleich ein Ort, an dem Millionen Arbeiter*innen täglich um faire Bedingungen kämpfen müssen. Unser Partner BLAST (Bangladesh Legal Aid and Services Trust) hat eine App entwickelt, die Textilarbeiter*innen einen einfachen Zugang zu Informationen, Beratung und Rechtshilfe ermöglicht.
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) gilt als Meilenstein: Zum ersten Mal verpflichtet es Unternehmen, Verantwortung für Menschenrechte und Umwelt entlang ihrer gesamten Lieferketten zu übernehmen. Doch dieser Fortschritt steht gerade auf der Kippe.
Immer mehr Fans achten beim Kauf von Fanartikeln auf faire Produktionsbedingungen, umweltfreundliche Materialien und transparente Lieferketten. Auch Vereine möchten Verantwortung übernehmen – doch der Weg dorthin ist oft herausfordernd. Viele Clubs kämpfen mit knappen Ressourcen, fehlendem Fachwissen und komplexen Lieferketten. Beim FanCommerce Forum werden nun Lösungen und Ansätze diskutiert.
Wie kann Veränderung aussehen – und welche Rolle spielst du darin? Beim Aktionstreffen „Stitching Futures“ am 8. November haben wir genau das ausprobiert: Aktivismus in vielen Formen, kreative Experimente und neue Perspektiven. Was dabei entstanden ist – und wie vielfältig Engagement sein kann – darauf werfen wir hier einen Blick.
Am 14. Oktober 2025 brach im Stadtteil Mirpur in Dhaka, Bangladesch, ein Großbrand in einem Chemielager und einem angrenzenden Textilbetrieb aus. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Die Ursache ist noch unklar – sicher ist nur: Es fehlt weiterhin an grundlegenden Sicherheitsstandards.
Am 7. Oktober 2025 kamen in Berlin Expert*innen, Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen aus Pakistan, Bangladesch, Indien, Indonesien, Serbien, Mexiko und Deutschland zusammen, um auf der internationalen Konferenz „Due Diligence and Labour Rights – Quo Vadis?“ über die Zukunft der unternehmerischen Sorgfaltspflichten zu diskutieren. Veranstaltet von FEMNET e. V. gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem CorA-Netzwerk und dem Dachverband der Kritischen Aktionär*innen stand die Frage im Mittelpunkt, wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die europäische CSDDD tatsächlich zu Verbesserungen für Arbeiter*innen entlang globaler Lieferketten beitragen können.
Die Petition der Initiative Lieferkettengesetz zum Erhalt des Lieferkettengesetzes und EU-Lieferkettenrichtlinie hat über 210.000 Unterschriften erhalten. Gemeinsam mit Gewerkschafter*innen und Wissenschaftler*innen aus Pakistan, Bangladesch und weiteren Ländern hat die Initiative die Petition heute übergeben.
Ob im Leistungs- oder Breitensport – sportlich Aktive wissen um die Kraft der Veränderung in ihrer Disziplin. Diese Energie hat der Ideenwettbewerb Sport Fairändert im Rahmen des Leipziger Turnfestes 2025 aufgegriffen und Sportvereine eingeladen, ihre Konzepte für eine sozial-ökologische Transformation einzureichen.
Trikots, Shorts und Trainingsjacken stehen selten im Verdacht, ein Risiko für die Umwelt zu sein. Doch Fachleute warnen: Sporttextilien tragen erheblich zum Verlust der Artenvielfalt bei – durch Mikroplastik aus synthetischen Fasern, den hohen Pestizid- und Wasserverbrauch im Baumwollanbau und die Rodung artenreicher Wälder für Viskose. Darüber sprechen wir in einem Webinar, zu dem wir herzlich einladen.
Am 3. September 2025 hat das Bundeskabinett eine deutliche Abschwächung des deutschen Lieferkettengesetzes beschlossen: Die Berichtspflicht wird ausgesetzt, Sanktionen sind nur noch bei schweren Verstößen vorgesehen. Während damit zentrale Instrumente des nationalen Gesetzes entfallen, droht auch auf europäischer Ebene eine Verwässerung der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). In Brüssel wird weiter verhandelt – Zeit für einen Blick auf den aktuellen Stand.
„Toxische Chemikalien aus der Textilindustrie bedrohen in Bangladesch nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit und Existenzgrundlage von Millionen von Menschen. Über innovatives Community-based Monitoring setzen sich Betroffene in unserem Projekt selbst für nachhaltige Veränderungen ein, um auf Grundlage gesammelter Daten Forderungen an Behörden und Fabriken zu stellen. Ihre oberste Priorität: Sauberes Trinkwasser.“ Daniela Bartsch, Leitung Auslandsprojekte